Was hilft?

Apropos Analhygiene

Darm-gesund leben

Niemand spricht wirklich gerne darüber, wenn es an so einer sensiblen Stelle wie dem Po juckt und brennt.

Zum Glück lösen wir uns aber mehr und mehr vom allzu verschämten Umgang mit dem „Poblem“ und erkennen Hämorrhoidal-Beschwerden heute als das, was sie sind: eine Volkskrankheit, die sehr viele Menschen angeht. Das hilft dabei, seinem Leiden nicht hilflos und verschämt gegenüber zu stehen, sondern selbst etwas zu tun. Und das ist auch richtig, denn je früher Probleme mit Hämorrhoiden behandelt werden, desto besser bekommt man sie in den Griff.

Grundsätzlich können Sie mit einem Darm-gesunden Lebensstil Beschwerden effektiv vorbeugen. Denn eine gesunde Verdauung ist ein guter Schutz vor Hämorrhoidal-Erkrankungen. Bei leichten oder mittelstarken Beschwerden können Sie sich mit einer Hämorrhoiden-Salbe oder Hämorrhoiden-Zäpfchen aus der Apotheke selber helfen. Sind die Beschwerden stark oder halten über einen längeren Zeitraum an, sollten Sie einen Facharzt aufsuchen – besonders dann, wenn Blut im Spiel ist.

Gut zu wissen

Zum Glück können Sie selbst eine Menge tun, um Hämorrhoidal-Beschwerden zu vermeiden oder dafür sorgen, dass sie sich nicht übermäßig verschlimmern – z.B. durch ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und ein gesundes Stuhlverhalten.

Tipps zur Darm-gesunden Ernährung

Unsere Verdauung ist immer so gut wie unsere Ernährung. Nehmen wir zu wenig Ballaststoffe zu uns, essen wir zu viel oder trinken zu wenig, entsteht schnell Verstopfung – und die begünstigt die Entstehung von Hämorrhoidal-Beschwerden.

  • Nehmen Sie Ballaststoffe zu sich – essen Sie genügend Vollkorn und viel Obst und Gemüse, möglichst frisch und unzerkocht.
  • Essen Sie nicht zu fett und nicht über ihre Sättigungsgrenze hinaus.
  • Nehmen Sie wenig Zucker und Süßigkeiten zu sich. Zu viel Schokolade, Kekse und Kuchen führen leicht zu Verstopfung.
  • Trinken Sie viel – am besten kohlensäurearmes oder stilles Mineralwasser, 2-3 Liter täglich.

Übrigens:

Hinter regelmäßigen Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Durchfall kann sich auch eine Unverträglichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel verbergen, z.B. Milch- oder Fruchtzucker. Fragen Sie Ihren Arzt danach.

Bewegungstipps für einen gesunden Darm

Bewegung ist immer gut – sie hält z.B. Herz und Kreislauf in Schwung und bewahrt uns vor Übergewicht.
Für eine gesunde Verdauung ist Bewegung unerlässlich.

Wenn Sie Lust auf Sport haben, eignen sich besonders Sportarten, die den Enddarm nicht zusätzlich belasten. Sportarten, die mit starkem Pressen verbunden sind, wie z.B. übermäßiger Kraftsport, können Druck auf den Beckenboden ausüben und dadurch die Hämorrhoidalpolster belasten. Empfehlenswert sind dagegen Sportarten wie Schwimmen, Wassergymnastik, Walken, Inlineskating oder Radfahren. Aber auch im Alltag ist jeder zusätzliche Schritt gut und regt die Darmtätigkeit an.

  • Nehmen Sie lieber die Treppe statt den Fahrstuhl.
  • Fahren Sie lieber Fahrrad statt Auto.
  • Nutzen Sie im Alltag jede Gelegenheit, ein paar Schritte zu gehen.

Guter Tipp: Schließmuskeltraining

Ziehen Sie täglich 20- bis 30-mal im 2- bis 3-Sekunden-Rhythmus die Aftermuskulatur zusammen und lassen sie anschließend wieder erschlaffen. Dies stärkt die Schließmuskulatur.

Tipps für eine gesunde Verdauung

Gerade wenn bereits Hämorrhoidal-Beschwerden bestehen, sind ein gesundes Stuhlverhalten und die richtige Analhygiene besonders wichtig für eine schnelle Heilung. Aber auch zur Vorbeugung sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Nehmen Sie sich Zeit auf der Toilette. Starkes Pressen belastet den Enddarm und fördert die Entstehung von Hämorrhoidal-Beschwerden.
  • Stellen Sie Ihre Füße auf einen kleinen Hocker während Sie auf der Toilette sitzen, dadurch wird der Darmkanal begradigt und die Entleerung erleichtert.
  • Meiden Sie Abführmittel. Die künstlich regulierte Verdauung schädigt auf Dauer den Darm. Zudem ist der flüssige Stuhl aggressiver und reizt zusätzlich die sensible Analregion.
  • Reinigen Sie den After nach dem Stuhlgang erst trocken vor, und zwar mit weichem, mehrlagigem Papier, das die Haut nicht reizt.
  • Dann feucht nachreinigen – am besten mit lauwarmem sanftem Brausestrahl nach jedem Stuhlgang. Ideal ist ein Bidet.

Guter Tipp:

Wenn ein Bidet fehlt und für unterwegs empfehlen sich spezielle Feuchtreinigungstücher mit pflegenden und hautschonenden Substanzen, z. B. Ruscuswurzel-Extrakt.

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